21.12.2017

Sponsorenlauf und Lions-Spende für Abduladhadi

Abduladhadi freut sich über die große Unterstützung durch seine Schule und die Lionsclubs: (von links nach rechts) Steve Richter, stellvertretender Schulleiter der Robert-Gerwig-Schule Furtwangen, Villinger Lions-Präsident Eberhard Heiser, sein Schwenninger Kollege Markus Piro sowie Andreas Beck, LeoClub - Vizepräsident.

Abduladhadi mit seinem Lehrer Wolfgang Höre, der die Spendenaktion initiiert und koordiniert hat.

Was mit einem Spendenlauf an der Furtwanger Robert-Gerwig-Schule begann wurde nun mit einer großzügigen Spende der regionalen Lions-Clubs komplettiert. Den weiteren Gesichts-OP`s von Abduadhabi steht nun nichts mehr im Wege.

Der junge Syrer kam vor über 2 Jahren nach Deutschland. Als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling wurde er schon bald durch das Jugendamt betreut und kam so in eine Flüchtlingswohngruppe des Kinder- und Familienzentrums. Heute wohnt er im betreuten Jugendwohnen und besucht die Robert-Gerwig-Schule in Furtwangen.

Sein Sport- und Mathe-Lehrer Wolfang Höre hatte die Idee den jährlich stattfindenden Spendenlauf in diesem Jahre zu Gunsten von Abduladhadi durchzuführen. Seine großflächigen Gesichtsverbrennungen bedürfen mehrerer komplizierter Operationen. Weitere Aktionen der Schülerinnen und Schüler, wie ein Flohmarkt und diverse Bewirtungen erbrachten insgesamt den stolzen Betrag von 11.000 Euro.

Diese Woche nun überreichten die Vertreter der regionalen Lions-Clubs Eberhard Heiser, Markus Piro und Andreas Beck einen Check in Höhe von 10.000 Euro, so dass Abduladhabi umfassend geholfen werden kann.

Dieser freute sich sehr und bedankte sich bei allen Anwesenden für die große Unterstützung. Auch sein Betreuer Thomas Höll und Mathias Ries, Aufgabenfeldleiter der Stiftungs-Jugendhilfe freuen sich über diese großzügige Unterstützung für ihren Schützling. Sie berichten, dass er sehr schnell Deutsch gelernt habe und immer sehr freundlich und wissbegierig auf seine Mitmenschen zugehe. So ist er trotz seines außergewöhnlichen Äußeren in der gesamten Schule oder auch in seinem Praktikumsbetrieb allseits beliebt und gut integriert.

Ries berichtet auch von den anderen 45 jungen Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind und derzeit vom Kinder- und Familienzentrum betreut werden. Ungewisser Aufenthaltsstatus, Schicksalsschläge in den Herkunftsfamilien, Kriegs- und Fluchterlebnisse sind nur einige Schlagwörter mit denen die MitarbeiterInnen im Betreuungsalltag immer wieder konfrontiert werden.